tíagu ‘ich gehe’, gr. στείχειν ‘schreiten’, got. steigan ‘stei gen’, altkirchenslav. stigną ‘ich komme wohin’, altind. stighnōti ‘steigt’.
dliged ‑eth ‘Pflicht’, got. dulgs ‘Schuld’, altkirchenslav. dlъgъ ‘Schuld, Pflicht’.
fo·geir ‘er erhitzt’, guirid ‘wärmt’, kymr. gori ‘brüten’, altind. gharmáḥ ‘Glut, Wärme’, lat. formus ‘warm’, gr. θέρεσθαι ‘warm werden’.
snigid ‘es tropft’ (vgl. snechtae ‘Schnee’), lat. ninguit gr. νείφει ahd. snīwit lit. sniñga ‘es schneit’.
c) g aus (ŋ)k s. § 207.
d) γ zunächst aus ch s. § 126 f.
183. 3. t und th entspricht
a) idg. t (auch dem Laut, der europäisch als t, altindisch als th erscheint), z. B.
trí ‘drei’ kymr. tri lat. tres gr. τρεῖς; altind. tráyaḥ.
rethid ‘läuft’, roth ‘Rad’, lat. rota, lit. ritù ‘ich rolle, wälze’, rãtas ‘Rad’, altind. ráthaḥ avest. raþō ‘Wagen’.
b) idg. th, z. B.
Endung der II sg Imperat. Depon. ‑the, vgl. altind. ‑thāḥ, gr. ‑θης (im Passivaorist), s. § 569.
c) dem hinter Gutturalen stehenden indogermanischen Laut, der in den meisten Sprachen als Zischlaut, im Griechischen als τ (θ) erscheint, Brugmanns þ, z. B.
art ‘Bär’ kymr. arth, gall. Artio (Göttin mit Bär), gr. ἄρκτος gegen altind. ŕ̥kṣaḥ lat. ursus.
tinaid ‘verschwindet’, gr. φθίνειν ‘vernichten’ gegen altind. kṣiṇáti kṣiṇṓti ‘macht vergehen’ (anders Zupitza, KZ 37, 393).
d) th zunächst aus δ s. § 121. 127. 128; t aus th und δ § 134. 136.
e) t aus älterem d, das durch Vokalausfall vor leniertes s (= h) zu stehen kommt, z. B.
intam(a)il ‘Nachahmung’ für ind-ṡam(a)il, tintúd ‘Übersetzen’ für to-ind-ṡoud § 834.
int ṡúil ‘das Auge’ aus *inda ṡ.., int aile ‘der andere’ aus indoṡ a.. s. § 462.