Page:Ihre galanten abenteuer.djvu/24

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bedeckte Augen, Mund und Hals mit unzähligen Küssen.

„Mizzi!“ stammelte er dazwischen. Und kein anderes Wort vermochte er zu sprechen. Immer nur ihren Namen nannte er und küßte sie dazwischen. —

Da trat eine Maske unter den Eingang der Nische.

„Was? Hier drückst du dich herum?“ rief diese herein, und als sich Mizzi hastig aus der Amarmung Franz Kobers löste, sah sie Nelly in Begleitung eines maskierten Rattenfängers von Hameln, der die beiden in der Laube höhnisch grinsend betrachtete.

„Nee — er drückt sie doch, siehste denn das nicht?“ belehrte der Nattenfänger seine Begleiterin. Nun erkannte ihn Mizzi an der Stimme. Es war Karl Brandauer, Nellys „Verflossener“.

„Wie habt ihr euch denn wiedergesunden?“ fragte Mizzi ihre Freundin, indem sie verwirrt ihr Röckchen glatt strich.

„Genau so wie ihr!“ entgegnete für Nelly der Rattenfänger. „Der Liebesmagnet hat uns gegenseitig angezogen! Hähähä!“

„Der Mensch ist heute voller Possen“, lachte Nelly mit. „Uber was ist denn mit euch los? Tanzt ihr denn nicht?“

„Wir haben schon genug getanzt“, erklärte Franz, dem das Dazwischenkommen des Paares nichts weniger als angenehm war.

„Ach was, Quatsch!“ erwiderte nun Nelly. „Wir suchen ein Visavis zum Française! Los! Raus aus die Kartofseln!“

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