Page:H.M. Zwischen den Rassen.djvu/300

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begann Lolas Herz nachträglich zu klopfen. Was sie nun fast angerichtet hätte! Sie kannte ihn doch: er verlor mitunter die Besinnung. Einen Engländer hatte er aus dem Spielzimmer weisen wollen, weil ihm sein Tabak nicht gut roch. Der Engländer aber hatte Humor gehabt, und jetzt spielte Pardi mit ihm und rauchte aus seinem Beutel. Lola bemerkte erstaunt, daß er, der sich mit hundert Dummheiten aufhielt, sich an die Leitung von hundert Festen verzettelte, hundert Ehrenhändel erregte, bei alledem nicht kleinlich wirkte. Denn er trat für jede Nichtigkeit mit ganzer Persönlichkeit ein: immer bereit zur Verantwortung, immer im Begriff, sich zu verfinstern, sich mit dem Zweifler zu messen. Lola dachte an seine Erzählungen aus Afrika. Im Großen, das ihm bekannt war, blieb er derselbe, wie hier im Flüchtigsten. Er war das Kind, das das Meer vor sich hat, und doch darauf besteht, aus einem Sandloch, worin das Wasser versickert, ein zweites Meer zu machen.

Sie ging umher und sann ihm nach. So war er. Er war etwas Ganzes, — und dies Ganze war vielleicht nicht weit von einem Helden. Die Frau, die ihn geliebt hätte, wäre beinahe gerechtfertigt gewesen. Und eigentlich war’s von einer weniger starken Natur unnütze, peinliche Streitsucht, sich ihm zu widersetzen … Da schrak sie auf. Lieben? Diesen Abenteurer, der nur nach außen und nach allen Seiten lebte? Der sich nie hätte zusammenhalten können für eine? Diesen unzuverlässigen Spieler, für den kein Gewinn, nichts in Spiel oder Leben endgültig war?

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