Page:H.M. Zwischen den Rassen.djvu/289

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„Wenn ich wählen sollte: Teufel. Vielleicht beide — auf einmal.“

„Prahlhans!“ rief Pardi scharf. „Handeln ist alles!“

„Wovon redet man? Mein Gott! Doch nicht —“

Nutini schlug sich vor die Stirn.

„Ich Unseliger! Konnte ich aber ahnen, daß diese Leute drunten bei offenem Fenster solche Abscheulichkeiten von sich geben würden? Halte ich selbst mich doch meist von ihnen zurück. Aber dieser Art Menschen ist nie zu trauen…“

Uud drinnen, flüsternd:

„Dem Pardi noch weniger als den anderen. Wenn ich Ihnen erzählen wollte, wie er’s mit den Damen Arletti getrieben hat…“

„Lassen Sie’s!“ stieß Lola aus. Sie warf die Balkontür zu.

„Sie haben gehört, wie er über Sie und Ihre Frau Mutter spricht. Denn so ungeheuerlich es mir vorkommt, er meinte offenbar Sie! Ich kann nur wiederholen, wie schmerzlich ich bedauere —“

„Ich vermute,“ sagte Lola kalt, „daß so über alle gesprochen wird.“

„In der Tat, es gibt Männer: die Mehrzahl sogar, kann man sagen, ändert, kaum daß sie die Damen verlassen hat, durchaus den Ton. Die Damen, die all die Achtung und Rücksicht um sich sehen, ahnen nicht —“

„Es ist auch nicht nötig.“

Unvermittelt kam ihr Wut auf sich selbst, daß

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