Page:H.M. Zwischen den Rassen.djvu/260

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„Sie haben es so eilig? Was gibt’s denn?“

„Alle suchen Sie! Die anderen sind nach den übrigen Richtungen.“

„Suchen mich? Ich begreife nicht, was man will. Wie oft bin ich des Abends auf einige Minuten allein hinausgegangen.“

„Einige Minuten! Eine Stunde sind Sie fort, und niemand weiß, was Ihnen zugestoßen ist.“

„So hat mir’s heute mehr Spaß gemacht als sonst. Und zustoßen? Was denn? Die Gegend ist sehr friedlich. Überdies kenne ich jedes Haus am Wege. Warten Sie: wenn wir durch den Wald sind, kommt links ein Holzhaufen und dann ein Weg und ein Kruzifix.“

Entschlossen betrat sie den Wald.

„Auf diesem Baumstumpf habe ich oft genug gesessen. Die Form dort hinter den Zweigen ist eine Holzfällerhütte. In dieser Zeit übernachtet meist jemand darin …“ Alles sehr sicher und umsichtig. Sie ging, die Arme auf den Rücken verschränkt, dahin, indes Pardi stolperte, sich nicht zurecht fand, auf nichts vorbereitet war. Und so oft er ihr mit einem Wort näher zu kommen drohte:

„Achten Sie auf den Weg!“

Sie selbst war sich bewußt, einen höchst gewagten zu gehen, fast schon durch leere Luft; — und in Gegenwart der wirklichen Gefahr sah sie keine Phantome mehr, hatte den Traum abgeschüttelt, das Spiel weggeworfen und beaufsichtigte mit trockenem Mißtrauen, was geschah.

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