Page:H.M. Zwischen den Rassen.djvu/310

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Willen gewisse Pflichten eingegangen ist, hat, was nachkommt, nur sich zuzuschreiben und kein Recht, sich zu beklagen. Ich würde mich nicht beklagen,“ schloß er, durchdrungen.

„Und er ist ein Mensch,“ dachte Lola, „der noch keine Handlung mit ruhigem Blut und Voraussicht der Folgen begangen hat!“ Sie äußerte:

„Wie Sie von Pflicht zu sprechen wissen! Sie sind förmlich ehrwürdig!“

„Tatsache ist,“ sagte Botta, „daß Sie einen ausgezeichneten Verteidiger der guten Sache geben würden; — und Gott weiß, daß sie Verteidiger braucht…“

Er wartete, ob man nicht ihn selbst auffordern werde. Dann beschied er sich:

„Stellen Sie doch Ihre Kandidatur auf!“

Deneris und Cavà stimmten ein. Lola bestätigte:

„Sie müssen ins Parlament und die Ehe retten.“

Er sah ihr spähend in die Augen. „Sein Tigergesicht,“ dachte sie.

„Von diesem Augenblick bin ich entschlossen, — und Sie werden sehen, wer recht behält!“

„Also wetten wir: für und gegen die unlösbare Ehe?“ schlug Lola vor.

„Nein! Dafür ist es zu ernst. Aber Sie können schreiben, Nutini, daß ich kandidiere. Bereiten wir doch gleich das Nötige vor…“

Schon ward er umringt, im voraus beglückwünscht und begann einem Kreise Neugieriger sein Programm zu entwickeln. Die Hotelgäste kamen die Terrasse

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