Page:H.M. Die Armen.djvu/182

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dem Kapital bekennt, das der gewisse Gellert in sein Geschäft eingelegt haben soll. Haha, wer lacht da.“

Der General v. Popp war es nicht, der lachte. Er ließ sich den Brief reichen, sah ihn an und äußerte streng:

„Wenn es aber wahr ist?“

„Sind Sie —“ Heßling verbesserte sich. „Exzellenz scherzen.“ Er lächelte vertraulich, ungeachtet einer gewissen Beklemmung. „Den Brief hat der ehrliche alte Buck selbstverständlich nicht vor dreißig Jahren geschrieben, sondern viel später, als er Grund hatte, sich an mir zu rächen, — und hat ihn vordatiert.“

„Das müßten Sie aber beweisen,“ sagte v. Popp streng, — und die Beklemmung Heßlings war nicht länger zu unterdrücken. Er erstarrte am Fleck, wo er stand. Alle anderen, wie sie dasaßen oder an den Säulen lehnten, schienen mit offenen Augen in Schlaf gesunken, selbst die Rosenkränze schaukelten nicht mehr auf der schimmernden Terrasse des Dornröschenschlosses.

Der Generaldirektor nahm einen Anlauf.

„Der Alte lügt, soviel ist sicher.“

Da sagte Hans Buck, so hell und ungehemmt wie Leni:

„Nicht mein Großvater, du selbst lügst.“

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