Page:H.M. Die Armen.djvu/166

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Herbesdörfer an seiner Stelle ging und schlug ihn nieder, den Hund! In Scham und Zorn machte er sich auf.

Drinnen drehte es sich noch immer, eingeschlafen und von der Welt vergessen. Die Musik spielte wie in dem Karussell, wie für Tiere aus Holz. Balrich sah seine Schwester, die Augen geschlossen, im Arm ihres Herrn immerfort rundum wanken. Ihre Schenkel und seine lagen fest aufeinander, nur die Füße bewegten sich und lebten. Er wäre dazwischen gestürzt, aber sie hielt die Augen geschlossen, wie durfte er sie wecken.

Der Tanz endete, Balrich sagte ihrem Herrn, er werde seine Schwester um den nächsten bitten, — und der nächste begann schon. Er führte sie und sagte:

„Du bist schöner heute als sonst, woher kommt das?“

Sie lachte schläfrig. Am Rande des Saales begegnete er dem flehenden Blick der armen Thilde. Er lachte auf, so schmerzlich wild, daß Leni endlich ihn ansah.

„Ich denke immer,“ sagte er an ihrem Ohr, „dies ist dein Fest, deins allein — auf Villa Höhe, und die Herrin bist du.“

„Wer weiß,“ flüsterte sie und öffnete ihren Gold-

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