Page:H.M. Die Armen.djvu/159

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darum gekämpft habe … Ich sollte nicht zusehen, ich weiß es. Aber was geschieht hier?“ sann er und sah bunte Röcke vorbeiwirbeln, bunte Blumen, Augen, vom Rausche bunt. „Staub wirbelt doch nur. Wir Armen!“

Da um die beiden freier Raum ward, sah er, seine Schwester hielt hoch das Kleid gerafft über dem seidenen Fuß, und der stak in seinen Feenschuhen. In Schuhen von mir doch tanzt sie durch das bißchen Leben; damit ging er hinaus, gefolgt von der sehnsüchtigen Thilde.

Er kaufte ihr zu trinken und sagte, er wolle nun kegeln. Hinter den Buden das Karussell kreiste und flirrte in der Sonne, mit Brüll- und Klingelmusik, bebänderte Kinder umher, wartend, schreiend. Oder sie wälzten sich schreiend auf der Wiese, und von den Buden holten sie Getränke für die Mütter, — indes je drei oder vier in dem Wägelchen mit dem Esel hockten; von der Landstraße bis zum Friedhof fuhr es, Staub verbreitend, rastlos hin und her. Staub zog über die Wiese, die Buden, den Bauplatz, die Kegelbahn; und in dem Staub das Geschrei und der Dunst von Schmalzgebäck wälzten sich die Friedhofsmauer entlang, bis wohin Trinker saßen, und hinein in den Friedhof, wo zwischen den Gräbern einige schon ausschliefen.

Den Bauplatz hatten andere erwählt, die kühnen

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