slemon slemun ‘glatt’, pl n. slemna, kymr. llyfn aus *slibno‑, vgl. oben slíab ‘Berg’ § 186a.
domun ‘Welt’, domuin ‘tief’, gall. Dubno-talus Dumno-talus, Dubnoreix Dubnorex Dumnorex, Dubnocouirus usw. (altes b, vgl. got. diups ‘tief’).
ben ‘Frau’, G mná aus *bnās (urspr. labiovelares g, vgl. got. qinō ‘Weib’ usw.)
189. 9. ŋ (geschrieben n)
a) aus idg. ŋ nur vor kelt. g, z. B.
ingen ‘Nagel’ lat. unguis.
cingid ‘schreitet’ ahd. hinkan ‘hinken’ § 181b.
b) aus anderen Nasalen unmittelbar vor g, z. B.
congnam ‘Mittun, Helfen’ von com- und gním.
engn(a)e ‘Erkenntnis’ zu en- und ·gnin ‘erkennt’ (§ 182a).
190. 10. r und ρ (beides r geschrieben) entspricht
a) idg. r, z. B.
rog(a)id ‘streckt aus, dehnt aus’, recht ‘Gesetz’, díriug díriuch ‘gerade’, lat. regere rectus por-rigere, gr. ὀρέγειν, got. uf-rakjan ‘ausstrecken’, altind. r̥júḥ av. ərəzuš ‘gerade’ usw.
car(a)id ‘liebt’, kymr. caru, gall. Carantius Carantillus, lat. cārus, lett. kārs ‘lüstern’, got. hōrs ‘Ehebrecher’,
b) entsteht aus l durch Dissimilazion: araile neben alaile ‘der andere’ (§ 480b), auch kymr. ereill.
c) aus idg. z s. § 217.
191. 11. l und λ (beides l geschrieben) entspricht idg. l, z. B.
ligid ‘leckt’ lat. lingere gr. λείχειν got. bi-laigōn lit. lëżiù ‘ich lecke’ usw.
melid ‘mahlt’, kymr. malu lat. molere got. malan, lit. malù ‘mahle’ altkirchenslav. melją, gr. μύλη ‘Mühle’.
192. 12. s und h (geschrieben s, ṡ oder gar nicht bezeichnet).
h kommt nur im Wortanlaut vor, gelegentlich auch im Anlaut eines zweiten Komposizionsgliedes (§ 128). Manch-
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