Ähnlich ·taít ‘er kommt’ für *to-thet oder *ta-thet, deuterotoniert do·tét (§ 588), wo das letzte t (= d) keine neue Silbe beginnt; darnach dann auch III pl ·taígat (deuterotoniert do·tíagat) usw. Vielleicht gehört hierher das Prät. ad·roneestar, ar·runeastar § 671 (Stamm neth‑, mit Dissimilazion von th gegen t?).
2. Redukzion von Konsonantengruppen.
178. Vielfach werden Gruppen von drei und mehr Konsonanten durch Verstummen eines Konsonanten reduziert.
So Verschlußlaute zwischen Nasalen und anderen Konsonanten, z. B. im-thecht ‘Herumgehen’ für *imb-thecht; do·sluinfider Fut. Pass. zu do·sluindi ‘verleugnet’; ang(a)id neben andg(a)id ‘Nichtsnutziger’ zu andach ‘Nichtsnutzigkeit’. Vgl. den Artikel in vor Konsonanten neben ind § 462.
Dauerlaute zwischen Nasalen oder Liquidae und anderen Konsonanten, z. B. áildiu statt *áilndiu, Komparativ zu álind ‘schön’; ·cumgat ·cumcat für *cumngat, III pl zu ·cumuing ·cumaing ‘er kann’; do·foirde neben do·foirnde ‘er bezeichnet’; tairgire neben tairngire ‘Versprechen’; arbed neben armbad ‘auf daß es sei’; ·ort ‘er erschlug’ aus *orcht, t‑Präteritum zu org(a)id; tart ‘Trockenheit, Durst’ wohl aus *tarsto- zu gr. τέρσεσαι.
n auch zwischen anderen Konsonanten, z. B. scribdid neben scribndid ‘Schreiber’ zu scribend ‘Schreiben’; aisdís neben aisndís ‘Erklärung’ (Verb as·indet); frecdairc neben frecndairc ‘gegenwärtig’.
In forngaire, manchmal forgaire ‘Befehl’ aus *forcngaire zu for·con-gair ‘befiehlt’ sind vier Konsonanten zu drei oder zwei reduziert.
Über den Schwund alter Endkonsonanten s. § 175; anlautender in proklitischen Wörtern § 176, 1; über den von lenierten Konsonanten vor andern § 122. 124.