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Page:Thurneysen Handbuch des Altirischen 1 Grammatik.pdf/127

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§ 174. 175.]
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Alte Endkonsonanten.

wie celicnon, cantalon, caneco­sedlon, νεμητον, Ucuetin, ratin, lokan (wohl = logan). Ist das ver­einzelte Briuatiom neben ratin CIL XIII 1171 eine Abkürzung?

So erscheint im Irischen die Präposizion, die im Kompo­situm com- lautet, vortonig als con (823B), offenbar die alte Pausa-Form.

175. Im absoluten Auslaut geschwunden ist nach­weislich einfaches d, t, k, n (aus ‑n und ‑m), s. Ferner alle Laut­gruppen außer rs (ls?), die s ent­hielten wie ‑ks ‑ts ‑ns ‑st; sie waren vermut­lich früh mit einfachem ‑s zusammen­gefallen.

Z. B. ‘ja’, idg. *tod ‘das’; ·cara ‘liebt’ aus *karāt; na ná Negazion (vor angehäng­ten Pronomen nach‑); é hé ‘er’, wohl aus *es (§ 447); ‘König’ aus *rēks, vgl. gall. Εσκιγγο-ρειξ Rhys XX; a ‘aus’ lat. ex; ein ‘Schuld’ aus *qinut‑s; 'Monat' aus *mē(n)s; maccu Apl ‘Söhne’ aus ‑ōns (‑ūs); car(a)e ‘Freund’ aus *karant‑s; ro·lá ‘hat gesetzt’ wohl aus *·lā‑s‑t; ·téi ·té III sg Subj. zu tíagu ‘ich gehe’ aus *steigh‑s‑t; ·fé ebenso zu fedid ‘führt’ aus *u̯edh‑s‑t usw.

Alt ist der völlige Schwund bei ‑d. Das darf man daraus schließen, daß gewisse neutrale Pronomen (z. B. a § 414) wie vokalisch aus­lautende Wörter wirken (vgl. auch alaill § 480b). Über ed ‘es’ und cid ‘was’ s. § 447. 461.

Dagegen die übrigen Konsonanten sind bei engem Anschluß an ein folgendes Wort überhaupt nicht ge­schwunden. Die Nasale treten dann als n- oder in der Nasalie­rung des folgenden Anlauts zutage (§ 237). Die anderen dokumen­tieren sich durch Geminie­rung eines folgenden Konso­nanten (§ 241). Das h‑, das vor betontem anlauten­dem Vokal erscheint, kann – wie das n von con – der älteren Pausa-Form angehören; man darf dann annehmen, daß jene Laute im Auslaut alle zu ‑h geworden waren.

Vielleicht ist eine Genitivendung ‑eh aus ‑ēs erhalten in der ältesten Grab­inschrift in römischen Buch­staben: lie (d. i. Stein) Luguaedon macci Menueh Thes. II 288,35.