loscaid ‘er brennt’ (s‑k) neben loiscthe ‘verbrannt’ (sk‑th); do·adbadar ‘wird gezeigt’ (δ‑β), pl do·aidbdetar (δβ‑δ); cosnam ‘Erstreiten’ (com-snim); ingn(a)e engn(a)e ‘Erkenntnis’ (Endung ‑e); Afraicc ‘Afrika’ usw.
So manchmal auch im Kompositum, aber mit Schwankungen (vgl. § 156). Aus for und cenn (D ciunn) bildet Ml richtig forcan ‘Ende’ 91 a 21, D forcunn 19 c 12 usw. mit dunklem rk; aber in forcenn Sg 28 b 19 usw. stoßen dunkles r und palatales k unvermittelt aufeinander; im D foirciunn Sg 18 b 1 usw. hat sich die Färbung des Anlauts des zweiten Glieds auf den Auslaut des ersten übertragen. Dagegen bei Synkope stets regelrecht ·foircnea ‘er beendigt’ (rk‑n).
158. Wenige Konsonantengruppen sind schon in früher Zeit ganz palatal geworden und können daher auch vor erhaltenem Vokal palatale Färbung haben. In alten Beispielen sind so belegt die Gruppen mb, nd, ng, dc (= δg), ml, mr (= μλ, μρ), z. B. immbi ‘um ihn’, clainde ‘der Kinder’, daingen ‘fest’, do·bidcet ‘sie schießen’, cuimlin ‘gleiche Zahl’ Ml 47 c 3, cuimrech ‘Fessel’. Dazu nt im Fremdwort geinti ‘Heiden’ (neben genti).
Bei anderen Gruppen ist die Sachlage noch nicht klar. Wenn G bréthre DA bréthir zum N bríathar ‘Wort’ (= kymr. brwydr ‘Streit’) palatalisiertes thr zeigt, während es in nathrach G ‘der Schlange’ dunkle Färbung hat, so hat man daraus geschlossen, daß der vorhergehende Vokal dabei mitspreche; vgl. di-chlith dichlid ‘Verhehlung’. So könnte man auch den Dpl sleidmenaib ‘sputaminibus’ Tur. 91 erklären, der einen Gsg sleidme erschließen läßt, neben obigem madmae. Doch ist zu teidm ‘Pest’ der G tedmae im Félire durch den Reim gesichert. Umgekehrt zeigt díthrub ‘Einöde’ (frei ‘Wohnung’) keine palatale Konsonanz. Es ist möglich, daß hier alte Unterschiede durch Ausgleichungen allmälig verwischt worden sind. Anderseits ist nicht völlig sicher, daß in nathrach das zweite a auf einen hellen Vokal zurückgeht, da der Nsg nathir (in unseren Texten nur in der Verschreibung naithr Tur. 129