folgenden Anlaut angeglichen, z. B. adabaill Wb 3 b 7 für adib baill ‘ihr seid Glieder’, dinab gabálaib ‘von den Sammlungen' 13 d 33 für dinaib, donaballaib 12 b 2 für donaib ballaib ‘den Gliedern’.
Durch Ausbreitung solcher Formen ist der Auslaut mancher Wörter dieser Klasse völlig ins Schwanken geraten, z. B. ar neben air ‘denn’, in tan neben in tain ‘als, wenn’, fel neben fil feil ‘welcher ist’, und für arch. amail ‘wie’ erscheint in Wb Ml Sg amal.
Im Innern eines einheitlichen Wortes wird die Ausgleichungsregel selten verletzt. Doch zeigen sich hie und da Fälle wie do·rolgetha ‘sind verziehen worden’ Wb 26 c 11, wo trotz des palatalen γ das davorstehende λ die nichtpalatale Färbung von do·lugi beibehält.
2. Konsonantengruppen vor hellen Vokalen und vor u.
Sammlung bei Bergin, Contributions to the history of palatalization in Irish, Ériu III 50 ff. (auch Freiburger Dissert. 1906).
157. a) Stand in alter Zeit (vor der Synkope und vor dem Schwund der Endsilbenvokale) eine Gruppe von zwei oder mehr verschiedenen Konsonanten vor e- oder i-Vokalen, so hatte in der Regel nur der letzte Konsonant palatale Färbung angenommen; die vorhergehenden waren dunkel.
Kam die Gruppe durch Schwund des folgenden Vokals in den Silbenauslaut zu stehen, so wurde die ganze Gruppe palatal. Blieb aber der Vokal erhalten, so wurde die Gruppe später nach der Ausgleichungsregel von § 155 ganz dunkel.
Z. B. zu serc ‘Liebe’ heißt der Dsg seirc (rⁱkⁱ) aus *serki, aber der G serce sercae (rᵃkᵃ); ebenso zu delb ‘Gestalt D deilb (λⁱβⁱ), aber G delbe delbae (λᵃβᵃ); so ainm ‘Name’, G anm(a)e; maidm ‘Brechen’, madm(a)e; Nsg orcun ‘Tötung’, A orcuin orcain (Silbentrennung r-g), aber G oircne (rg–ν), wo ursprünglich überall zwischen rg und n ein heller Vokal stand (über das u in orcun s. § 170 f.);